CRC Partner und Projekte

Munich Catalysis – Alliance of Clariant and TUM (MuniCat)

Die Technische Universität München und die Clariant, als weltweit tätiges Industrieunternehmen mit einer Spitzenstellung als Spezialchemikalien und Katalysator-Hersteller, sind im November 2010, im Rahmen von Munich Catalysis – Alliance of Clariant and TUM (MuniCat), eine strategische Partnerschaft auf dem Gebiet der Erforschung und Anwendung avantgardistischer Katalysatorsysteme eingegangen. Dazu sollen die beidseits vorhandenen Fachexpertisen genutzt und in Forschungsprojekte eingebracht werden, die an der TUM durchgeführt werden. Zentrales Thema der Zusammenarbeit wird neben der Grundlagenforschung im Bereich der Katalyse die Entwicklung innovativer Katalysatoren als Schlüsseltechnologie zur nachhaltigen Sicherung des weltweit steigenden Bedarfs an Energie und chemischen Grundstoffen sein. Clariant fördert die Forschungsarbeiten mit bis zu 2 Millionen Euro pro Jahr. Die Zusammenarbeit wurde zunächst für 10 Jahre vereinbart und soll im Erfolgsfall darüber hinaus fortgesetzt werden.

Die Katalyse gilt als Leit- und Schlüsseltechnologie für die die industriellen Stoffwand-lungsprozesse des 21. Jahrhunderts. Katalysatoren ermögichen die Energie sparende und Ressourcen schonende Herstellung der meisten Produkte der chemischen Industrie. Eine zentrale Rolle spielt sie zudem beim angestrebten Ersatz von Erdöl als Basisressource der chemischen Industrie durch die Herstellung chemischer Produkte auf Basis alternativer Ausgangsstoffe wie zum Beispiel Erdgas, Kohle oder nachwachsender Rohstoffe. Neben der Entwicklung innovativer Katalysatoren und Präparationsmethoden bilden neue Wege zur Herstellung von Basischemikalien einen Forschunsgschwerpunkt. Ein zentrales Thema ist dabei die effiziente Umsetzung des reaktionsträgen Kohlendioxides. So sollen Möglichkeiten erforscht werden, wie das allgenwärtige sogenannte Treibhausgas effizient aus Kraftwerks-prozessen abgetrennt werden kann, um es wieder im chemischen Produktionskreislauf einzusetzten, beispielsweise als Synthesebaustein zur Herstellung von Energieträgern wie Methan oder Chemiegrundstoffen. Ein anderer Schwerpunkt ist die Erforschung neuer, erdölunabhängiger Herstellungswege hochwertiger Kunststoffvorprodukte, sogenannter Olefine. In der Gesamtstrategie der TUM, die Hochschulforschung in der chemischen Katalyse zu bündeln spielt die strategische Kooperation mit der Clariant eine wichtige Rolle.

Seit 2016 ist die Forschungsallianz in das neue TUM Zentralinstitut für Katalyseforschung integriert. Das CRC bündelt das breite wissenschaftliche Spektrum der TUM im Bereich Katalyseforschung zu einem industrienahen Forschungsschwerpunkt. Hierbei arbeiten im Sinne eines industry on campus Konzepts TUM Wissenschaftler gemeinsam mit Forschern der Clariant an wichtigen Fragestellungen der Grundlagen- und Anwendungsforschung auf dem Gebiet der chemischen Katalyse.

munich-catalysis.tum.de

Partnerschaft TUM – KAUST | CRC und KCC

Die 2009 eröffnete King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) ist eine internationale Forschungsuniversität, die sich an Masterstudierende und Doktoranden richtet. Ihr Fokus liegt auf internationaler Spitzenforschung, für die sie diverse Partnerschaften mit international anerkannten Universitäten eingegangen ist.

Als einzige deutsche Universität unterzeichnete die TUM im Dezember 2008 einen Vertrag über eine fünfjährige Forschungskooperation mit KAUST. Das im ForTe-Büro angesiedelte Projektmanagement ist zuständig für Kommunikation und Koordination der Projektaktivitäten zwischen den Projektbeteiligten sowie für Mittelfluss und Finanzcontrolling. KAUST fördert mit insgesamt 21 Millionen US-Dollar drei gemeinsame Forschungsprojekte, die teilweise in München und teilweise in Saudi-Arabien vorangetrieben werden.

forte.tum.de/forschungsprojektmanagement/partnerschaft-tum-kaust/

kcc.kaust.edu.sa/

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